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STAVAU
Kunst & Kultur

Kulturfest im Gutshaus Neukladow zum Tag des offenen Denkmals

Sa., 12. Sep. · 12:00

Kommende Termine

Täglich

  • Sa., 12. Sep. · 12:00
  • So., 13. Sep. · 12:00
Gutshaus Neukladow

*Samstag, 12. September, 12 – 19.30 Uhr* *Sonntag, 13. September, 12 – 18.00 Uhr* . Zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals lädt die Kulturstadträtin Dr. Carola Brückner herzlich zu einem Kulturfest in das historische Gutshaus Neukladow ein. An zwei Tagen erwarten Sie Führungen zur Geschichte und Architektur des Gutshauses, Ausstellungen, Performance, Lesungen und Musik. Die Guthmann Akademie führt das Erbe Johannes Guthmanns fort, der das Bauensemble an der Havel von 1910 bis 1920 zum Treffpunkt der Berliner Gesellschaft und Heimat zahlreicher Kunst- und Kulturschaffender machte. Regelmäßig veranstaltet die Akademie unter Leitung der Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle Symposien, bei denen sich lokale und internationale Künstler*innen in der weitläufigen Parkanlage der Plein-air-Malerei widmen. Diesjährige Ergebnisse werden unter dem Titel Zwischen den Zeiten – Neukladow als Erinnerungsraum im Gutshaus präsentiert. Dabei eröffnet die Ausstellung den Besuchenden nicht nur einen Einblick in eine lebendige Tradition künstlerischer Arbeit im Gutshaus, sondern auch in Räumlichkeiten, die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich sind. Im Torhaus der Anlage betreibt das Kladower Forum die Kleine Galerie Neukladow. Während des Kulturfests zeigt hier der künstlerische Nachwuchs Kladows sein Werk: ART AGE 11+ / JUNGE KUNST versammelt Malerei, Plastik und Konzeptkunst von Schüler:innen der Freien Waldorfschule Havelhöhe im Alter von 11 bis 19 Jahren. Im Rahmen des Fests findet außerdem die Verleihung des Kulturpreises „Der Julius“ für in Berlin-Spandau ansässige Kulturakteure im Bereich Darstellende Künste statt. Beide Tage schließen mit musikalischem Programm – ein Konzert mit elektronischer Musik und Field Recordings am Samstag und einem performativen Konzert am Sonntag, das sich zwischen Gutshaus und Havel in Tanz, Gesang und Musik entfaltet. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! . Das Kulturfest im Gutshaus Neukladow ist ein Projekt des Amts für Weiterbildung und Kultur Spandau/Fachbereich Kultur. Kooperationspartner sind die Guthmann Akademie gUG (haftungsbeschränkt) und das Kladower Forum e.V., die sich seit vielen Jahren der Sichtbarkeit des Gutshauses und seiner Geschichte sowie der Kultur in Kladow widmen und das Programm um zwei Ausstellungen, sowie Konzerte, Lesungen und Führungen bereichern. . *PROGRAMM* . *Ausstellung im Gutshaus:* *Zwischen den Zeiten – Neukladow als Erinnerungsraum* mit Rebekka Börner, Natascha Bohnert, Elke Burkert, Paula Carralero Bierzynska, Elena Dorn, Maxwell Flaum, Friedrich Weber Goizel, Alena Hlaváčová, Heidi Hornáčková, Andrea Imwiehe, Sebastian Rein, Susana Vásquez Torres, Valentin Wagner und Yeliz Yigit Zwischen alten Baumalleen, historischen Sichtachsen und den Spuren vergangener Zeiten entstanden arbeiteten 14 Künstler*innen während des Pleinair-Symposiums vom 06. bis 12. Juli in Malerei, Zeichnung, Installation und weiteren künstlerischen Medien. Im und um das Gutshaus werden diese neuen Arbeiten präsentiert, die Vergangenes aufgreifen und die künstlerische Tradition des Ortes in der Gegenwart fortführen und weiterentwickeln. . *Ausstellung in der Kleinen Galerie Neukladow:* *ART AGE 11+ / JUNGE KUNST* Die Kleine Galerie Neukladow im Torhaus des Gutsparks, vom Kladower Forum e.V. betrieben, lädt die Künstler:innen von Morgen ein, sich zu präsentieren! Schüler:innen im Alter von 11 bis 19 Jahren der benachbarten Freien Waldorfschule Havelhöhe zeigen ihre Kunst – und lernen neben dem künstlerischen Schaffensprozess auch ganz praktische Arbeitsschritte auf dem Weg zur Ausstellung kennen: vom Verpacken, zur Installation und der Betreuung der Ausstellung. . *Samstag 13. September* . *12.00 Uhr* - Eröffnung durch Staatssekretär Stephan Machulik, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und Dr. Carola Brückner, Stellv. Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Kultur Spandau *12.15 Uhr* - Eröffnung der Ausstellung Zwischen den Zeiten – Neukladow als Erinnerungsraum Im Anschluss Führung durch Haus und Park mit Dr. Miriam-Esther Owesle, Guthmann Akademie: „Neukladow als künstlerischer Ort – gestern und heute“ *13.00–17.00 Uhr* - Textiles Gestalten für Kinder (ab 5 Jahren) mit Anita Hodneland, Textilkunst auf der Zitadelle In ihrem Atelier auf der Zitadelle Spandau hält die Textilkünstlerin Anita Hodneland regelmäßig Kurse und bringt ein Angebot für die kleinsten Besucher*innen mit zum Fest! Kinder ab 5 Jahren können sich hier kreativ ausleben und ein eigenes kleines Kunstwerk mit nach Hause nehmen. *14.00 Uhr* - *Verleihung des Kulturpreises Spandau „Der Julius“* Der Fachbereich Kultur des Bezirksamts Spandau lobt im Jahr 2026 den Kulturpreis „Der Julius“ im Bereich Darstellende Künste aus. Er wird durch Dr. Carola Brückner und Dr. Ralf F. Hartmann, Kulturamtsleiter Spandau vergeben. Der Preis zeichnet das besondere Engagement und herausragende Leistungen von in Spandau tätigen Theatern, freien Projekten, Schauspieler:innen, Tänzer:innen und Performance-Künstler:innen aus. Drei Preisträger:innen wurden von einer Jury aus Fachleuten, sachkundigen Bürger:innen sowie Mitarbeiter:innen des Bezirksamts ausgewählt. Die feierliche Preisvergabe findet im Rahmen des Kulturfests im Musiksaal des Gutshauses statt. *15.00 Uhr* - Führung zur Neugestaltung der Parkanlage mit Christian Obermüller, Straßen- und Grünflächenamt Spandau Seit einigen Jahren wird der Gutspark Neukladow umfassend erneuert und nach historischem Vorbild umgestaltet. Christian Obermüller vom Straßen- und Grünflächenamt gibt Einblicke über die bereits geschehenen und noch anstehenden Arbeiten auf dem Gelände. *16.00 Uhr* - Hommage an Slevogt Musiklesung mit Dr. Miriam-Esther Owesle Mit Wort und Klang wird das von Johannes Guthmann angelegte Naturtheater aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. *17.00 Uhr* - Havelrauschen Elektronische Musik mit Paola Lesina, Felicity Mangan und bleac in Kollaboration mit Radio Fantasia Paola Lesinas transmediale Arbeit erkundet das enorme Potenzial von Klang als Medium der Verbindung, der Transformation und des Dialogs. Sie bewegt sich nahtlos zwischen der nuancierten Improvisation experimenteller Musik und der strukturierten Sprache bewegungsbasierter Komposition; ihre Praxis bewegt sich in dem Raum, in dem Intuition auf Form trifft. Angezogen von der Offenheit und Unvorhersehbarkeit von Klängen schafft sie Umgebungen, in denen die spontane Interaktion sowohl mit ihrer Umgebung als auch mit dem Publikum im Mittelpunkt steht. Felicity Mangan ist eine australische Künstlerin und Komponistin, die in Berlin lebt. Ihre Forschungen und Werke werden von Lebensräumen wie Feuchtgebieten, Gewässern und Böden geprägt. Sie kombiniert Feldaufnahmen, elektroakustische Komposition und Techniken der elektronischen Musik, um immersive, quasi-bioakustische Musik zu schaffen. Ihre Kompositionen präsentiert sie als Mehrkanal-Installationen, bei Live-Auftritten, in ortsspezifischen Inszenierungen und veröffentlichten Alben. Joel Schwander alias bleac ist Musiker, Produzent und Sounddesigner aus Berlin. Sein Stil verbindet Indie, Electronica, Trip-Hop und experimentellen Pop und vereint dabei Underground-Ästhetik mit Pop-Sensibilität. bleacs Debüt-Soloalbum „Roller Coaster Pass Out Compilation Volume 1“, erschien im Februar 2026 über Killing a Friend. Das Album verbindet Trip-Hop, Electronica, Shoegaze und Dream Pop und lässt den Geist des Experimentalismus der Warp-Ära der 90er Jahre durch eine zeitgenössische Linse wiederaufleben – dabei werden bitcrushed Drums, vernebelte Vocals und digital dekonstruierte analoge Texturen zu einer zusammenhängenden, melodiegetriebenen Soundcollage kombiniert, die sich zugleich nostalgisch und radikal präsent anfühlt. Das Musikprogramm wurde in Kollaboration mit dem Künstler und Musiker Misha Kurilov von Radio Fantasia kuratiert. Fantasia ist ein Projekt des Kunstkollektivs Typography. Bis 2022 betrieb das Kollektiv einen Community- und Ausstellungsraum in Krasnodar. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und der Einstufung von Typography als „ausländischer Agent“ musste der Raum geschlossen werden, und das Kollektiv setzte seine Arbeit im Exil fort. Aus Berlin und darüber hinaus sammelt und sendet Fantasia Beiträge von Künstler:innen, Kurator:innen, Journalist:innen, Kunst- und Gesellschaftstheoretiker:innen, Forscher:innen und Dichter:innen. . *Sonntag 14. September* . *12.00 Uhr* - Führung durch Haus und Park mit Dr. Miriam-Esther Owesle: Neukladow als künstlerischer Ort – gestern und heute Dr. Miriam-Esther Owesle ist Kunsthistorikerin und kennt als Geschäftsführerin der Guthmann Akademie gUG (haftungsbeschränkt) die Geschichte des historischen Ensembles wie keine Zweite. Auf ihrer Führung über das Gelände taucht sie mit Ihnen in die Zeit Johannes Guthmanns ein, der das Gutshaus Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem kulturellen Zentrum Berlins machte. *13.00 Uhr* - Führung zur Zukunft des Gutshauses als Kunstmuseum und Kulturstandort mit Dr. Ralf F. Hartmann Dr. Ralf F. Hartmann, Kulturamtsleiter Spandau, präsentiert in einem Rundgang die Zukunftsvisionen und Pläne für das Gutshaus als Museum und das Verwalterhaus als zukünftige neue Kommunale Galerie. *14.00 Uhr* - Gesang an Neukladow Präsentation des Deckenplafonds für den Musiksaal von Paula Carralero-Bierzynska mit einem Vortrag der Kunsthistorikerin Dr. Miriam-Esther Owesle und Musik von Donna Fei (Klavier) *15.00 Uhr* - Führung zum Verwalterhaus und Casino mit Christian Hamm, Amt für Weiterbildung und Kultur, Verwaltung und Projektentwicklung Gutshaus Neukladow Christian Hamm ermöglicht einen seltenen Einblick in die Baustelle des Verwalterhauses und das ruinöse Casino – und berichtet von den aktuellen Planungen und Arbeiten auf dem Gelände. *15.30 Uhr* - kladower konzerte | jazz mit Lammel|Lauer|Meinig: Andreas Lammel (Klavier + Synth), Andris Meinig (Kontrabass), Florian Lauer (Schlagzeug) Lammel|Lauer|Meinig haben es früh zu einer ganz eigenen, persönlichen Klangsprache innerhalb der internationalen Jazztrio-Szene und darüber hinaus geschafft. Im Verlauf ihrer Bandgeschichte – damals noch mit dem Bassisten René Bornstein – veröffentlichte das Ensemble drei Alben (u. a. bei Traumton Records), wurde für den Echo Jazz nominiert und erhielt durchweg positive Resonanz aus Presse, Fachwelt und Publikum. Mit dem Hamburger Bassisten Andris Meinig hat die Band ein neues Mitglied gewonnen, welches der Band eine unverkennbare Stimme zufügt. Die drei Künstler loten entschiedener denn je die Spanne zwischen lyrischen Momenten und kraftvoller Wucht aus. Dynamisch und mit viel Gestaltungswillen vereinen sie traumverlorene Melodien und harmonische Vielfalt, ansteckende Grooves und rhythmisch ausgefeilte Strukturen zu einem persönlichen, bewusst verständlich gehaltenen Klang. Wir dürfen uns mit dem neu formierten Ensemble LAMMEL | LAUER | MEINIG auf ein spannendes akustisch-elektronisches Konzertprogramm freuen! *17.00 Uhr* - AUF dem WASSER zu TANZEN. Fließen und Erinnern Ortsspezifische Konzert-Performance an und auf der Havel nach einer Idee von Ulrike Brand mit Valentina Aviani (Tanz), Maria Colusi (Tanz), Matilde Fratteggiani Bianchi (Sopran) und Tim Ribchester (Klavier) Das Ineinanderfließen von Gegenwart und Vergangenheit ist das Leitthema der von Ulrike Brand initiierten Performance im Gutspark Neukladow. Fließend und erinnernd erscheinen Tanz, Musik und Wort vor dem Bühnenbild der Natur. Aus der Zeit des imaginären "Arkadien" (1905-21) werden Menschen evoziert, die damals Haus und Garten belebten: unter anderem die Tänzerin Isadora Duncan, Paul Cassirer und H. v. Hofmannsthal. Originalwerke verschmelzen mit zeitgenössischen Choreografien, Improvisationen und Neuvertonungen expressionistischer Texte. Die Besucher wandern mit den Performer*innen durch den Park, um schließlich auf die Havel hinauszublicken, wo auf einem Floß Reenactments von Duncans Tänzen sichtbar werden. Mit Texten und Liedern von Emilie Mayer, Franz Schubert, Hugo Wolff, Pauline Viardot, Paul Cassirer, Isadora Duncan, Johannes Guthmann, Gerhard Hauptmann und Emmy Hennings, vertont von Ulrike Brand.

Quelle:kulturdaten.berlin (Technologiestiftung Berlin)(CC-BY)(bearbeitet)
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